Et oui, ich bin in Paris und habe die letzten beiden Tage in Künstlerateliers in Belleville verbracht. Portes ouvertes des ateliers d’artistes de Belleville hieß es letztes Wochenende in Paris. Über 150 Ateliers standen Besuchern offen, ob Maler, Bildhauer, underground Art, Design-Objekte… hier ließen sich alle möglichen Kunstobjekte bewundern, manchmal war sogar der Künstler selbst das Kunstobjekt.
Hubert zum Beispiel erzählt mir in seinem orangefarbenen Anzug von seiner Kunst und seinem Leben in Brasilien. In ihm steckt eine gute Portion Wahnsinn, den ein Künstler in Paris wahrscheinlich haben muss. Seine Kunst ist zwar etwas eigenartig, dafür ist mir ein Plausch mit ihm schon Unterhaltung genug. Sein Atelier befindet sich in dem Hinterhof “La Forge” (Die Schmiede). Wenn man mich hier unwissend in welcher Stadt ich mich befinde aussetzte, würde ich eher auf Berlin tippen als auf Paris. Jenseits des “Schick” ist hier alles voller künstlerischem Graffiti und anderen sonderbaren Objekten, in Berlin würde man sagen “abgefuckt”, was eigentlich so gar nicht zu Paris passt.
Ein anderer Künstler bietet Collagen mit dicken, nackten Männern. Sein Atelier ist voll davon. Anstatt uns persönlich zu begrüßen, liegt er schlafend auf seiner Couch, über ihm ein Schild “artiste sans avenir”. Irgendwie wundert mich das nicht…
Und neben der angebotenen Kunst lassen sich die schönsten Hinterhöfe und “lieux insolites” entdecken, die man sonst in Paris nicht zu Gesicht bekommen würde.
Hier eine Bildergalerie mit den schönsten Eindrücken aus den Ateliers.
Diese Diashow benötigt JavaScript.
Und ein kleines Kunstwerk von John:











